Wacholderbaum auf El Hierro

El Hierro, die kleinste der kanarischen Inseln mit 11000 Einwohnerinnen, westlich von Marokko, ist nunmehr seit ganzen 5 Jahren energieautark. Sie war vorher schon von der Unesco im Jahr 2000 zum Biosphären-Reservat erklärt worden.

Alles begann 1979 mit der Idee von Tomas Padron Hernandez, dem Elektroingenieur und Inselvorsteher von El Hierro, der den Wind und das Wasser als erneuerbare Energiequellen für seine Insel nutzen wollte. Er musste viel reden und Überzeugungsarbeit leisten, musste viel Geduld aufbringen, um seine Leute zu überzeugen. 2007 war es dann endlich soweit, dass mit dem Bau der Anlage begonnen werden konnte. Und seit Juni 2014 ist die Kreislauf-Anlage von Wind und Wasser bereits in Betrieb.

Im Video wird Alles so ausführlich und verständlich erklärt, dass dem jetzt wirklich nichts hinzuzufügen ist.

Dieses Beispiel sollte ehestbaldig Schule machen, das würde ich mir wünschen.

Im Anschluss jetzt noch zwei weitere Insel-Beispiele in Sachen Energieautarkie:

Die dänische Insel Samsö mit ihren 3700 Einwohnerinnen hat Ähnliches geschafft. Die Insel ist durch Windkraft-anlagen (darunter einem Offshore-Windpark bestehend aus zehn 2,3-MW-Anlagen), einem Sonnenkraftwerk und Biogas-Anlagen energieunabhängig und exportiert bereits 40 % ihrer Energieerzeugung (Wikipedia).

Die schottische Insel Eigg, mit ihren mittlerweile 105 Bewohnerinnen – welche sich im Jahr 1997 ihre Heimatinsel gemeinsam kauften und seitdem deren Eigentümerinnen darstellen -, beschreitet mit ihrer Elektrifizierung ebenfalls neue Wege. Seit 2008 sind sie zu 95% energieautark.