Schrauben in Großaufnahme, auf einer Aluplatte liegend ohne weiteren Hintergrund

Detlev Vangerow ist Reparatur-Unternehmer in Baden-Württemberg und will etwas für bzw. gegen den Elektroschrott tun. Sein großes Vorbild:

Die Ladenkette De Kringwinkel, übersetzt ein “Kreislaufgeschäft”, ist Belgiens Antwort auf Hyperkonsum. Sie hat das Reparieren wieder salonfähig gemacht und wurde gegründet von Marleen de Vos. Diese Spezialistinnen für Wiederverwertung finden bereits in 140 Zweigstellen begeisterte Kundinnen, die auf Second Hand schwören und lieber repariert wissen, als die Müllberge wachsend.

Werkzeug auf einer Holzplatte nebeneinander aufgelegt, ein Set Imbus-Schlüssel, drei Schraubenschlüssel, ein Hammer, eine Zange, ein Metermaß und eine Zwinge

Weitergeben statt Wegwerfen ist in Belgien bereits die Norm.

Die Firma wird von Bürgerinnen kontaktiert, die jedwede alte Sachen, weil kaputt oder ausgemustert, loswerden wollen. Sozusagen kommt der Sperrmüll, die Altkleidersammelstelle ins Haus, De Kringwinkel holt ab, sichtet die Ware, repariert und sortiert, und verkauft zu kleinerem Preis. Und das mittlerweile seit 20 Jahren.

Mit Reparatur-Cafés beginnt der Trend aber auch schon in Deutschland und Österreich.

Ob es das doch auch schon alteingesessene Reparatur- und Service-Zentrum R.U.S.Z. in Wien ist oder das von ebenda initiierte Reparaturcafé “schraube14”…. es gibt noch mehr Anlaufstellen:

Das Repaircafe Wien Landstrasse, oder das

in stylischer Großaufnahme das wunderbar glänzende Metall eines Ratschenkopfs

Reparatur-Café Margareten, Wien

Auch in den Bundesländern findest du Reparaturcafes, einfach googeln.

Im Video wird auch noch der Verein ReUse in Berlin vorgestellt. Stefan Ebelt, der Gründer, kümmert sich um die schnell alternde Ware der IT-Technik. Anstatt veraltete PC’s und Monitore ungenutzt herumstehen zu lassen und sie irgendwann beim nächsten Umzug wegzuwerfen, kann man sie von ReUse kostenfrei abholen lassen. Die Festplatten werden gelöscht, Speicherplatz wird “nachgesteckt” und die Geräte erneut und billiger weiterverkauft.

man sieht zwei Hände in Großaufnahme, die mit einem Schraubenzieher an einem offenen Computer an den Festplatten und Modulen arbeiten, im Vordergrund sieht man auch einen Belüftungsventilator

Das Europäische Umweltbüro arbeitet daran, Hersteller von Haushalts- und Elektronikgeräten zu verpflichten, beim Verkauf ihrer Ware, Angaben über die Reparierfähigkeit zu machen.

Bis dato haben manche Geräte sogar eine vom Hersteller künstlich verkürzte Lebensdauer. Das erhöht den Umsatz des Unternehmers, der sich naturgemäß nicht um das Mehr-Werden des Elektroschrotts kümmert. Hauptsache der Konsument muss neu kaufen.

All das wird im Video noch viel genauer erklärt und vorgestellt, kompakt in 30 Minuten, die sich lohnen.

Umdenken findet statt : )