ein Mann und eine Frau stehen sich im Abstand vor einem Holzzaun gegenüber

In der spanischen Provinz-Hauptstadt Pontevedra haben Fußgängerinnen Vorrang. Im Jahr 1999 wurden in der Altstadt auf 30 ha die Autos zur Gänze verbannt, mit 2009 vergrösserte man den Bereich der privatverkehrsfreien Zone auf 70 ha (700.000 m2). Das entspricht immerhin einer Fläche vom Zehnfachen des Wiener Stadtparks im 3. Bezirk! “Die Hauptidee war, den öffentlichen Raum für die Bewohnerinnen zurückzuerobern”, erzählt Bürgermeister Miguel Fernández Lores. “Wir wollten, dass die Stadt wieder zum Leben erwacht”. Am Rande der Innenstadt von Pontevedra wurden große Parkplätze für die PKW’s der Städterinnen angelegt, … eine wichtige Begleitmaßnahme für den begeisterten Autofahrer, Herrn Lores, und ebenfalls zwingend zum Konzept gehörig.

Die Wohnviertel in der ganzen restlichen Stadt gelten als verkehrsberuhigte Zonen, in welchen eine Geschwindigkeitslimitierung auf 30 km/h gilt und die Parkdauer der Autos auf maximal eine halbe Stunde begrenzt ist.

Der Beitrag zeigt, wie technisch ausgefeilt dieses Konzept umgesetzt wird.

Bei Wikipedia liest man: Die autofreie Innenstadt verwandelte Pontevedra in eine barrierefreie Stadt, deren Lebensqualität ausgezeichnet wurde mit dem “Intermodes”-Preis 2013 (intermodality in passenger transport), dem Habitat-Preis 2014 (einmal scrollen) und dem “Excellence Prize” des Center for Active Design in New York City 2015.