Ein Boot fährt im brasilianischen Bundesland Pará (nächstgelegene Stadt ist Santarém) den Amazonas entlang und bringt den indigenen Dorfbewohnern entlang des Stromes ärztliche Versorgung. Eugènio Scannavino Neto, der Mediziner aus Sao Paulo, wurde 1987 zum Arzt für 800 Dorfgemeinschaften entlang des Flusses ernannt. Die Sterblichkeit war hoch, er war der erste Arzt, den die Leute je gesehen hatten. Die typischen gesundheitlichen Probleme waren Durchfall, Blutarmut und Würmer, jedes davon der Ausdruck von mangelnder Hygiene. Herr Scannavino erkannte, dass er entweder hoffnungsloser Überforderung ausgeliefert war, oder andere Wege der ärztlichen Tätigkeit beschreiten musste. Er begann, ganz auf konkrete Hilfe zur Selbsthilfe zu setzen. Er wertschätzte die Stärken der Einzelnen und sorgte für gemeinschaftliche Selbstermächtigung. Und dann begann er mit witzigeren Methoden Hygiene zu unterrichten und der Zirkus Saúde e Alegria (Gesundheit und Glück) war geboren.

Der Name ist von einer Dorfbewohnerin im Nachhinein so erklärt worden:

Die Gesundheit ist das Glück des Körpers und das Glück ist die Gesundheit der Seele.

Das folgende Video ist offenbar gesponsert von Toyota, einem Konzern, der das Projekt allerhöchstwahrscheinlich finanziell unterstützt, bzw. unterstützte. (alle weiterführenden Interpretationen, dass ein Auto hier beworben werden soll, will ich somit zurückweisen)

Dass er ein Gutmensch sei, das kostet ihm ein Lächeln. In Wirklichkeit, so er, will man damit nur von der Tatsache ablenken, dass positive Veränderung von Jederfrau machbar ist.

Das nächste Video will ich hier noch für weiterführend Interessierte bzw. für Brasilianerinnen selbst hinzufügen: