Eiffelturm schräg von unten

Die Beschleunigung des Alltags ist die logische Folge in einer Gesellschaft, die auf Wirtschaftswachstum, Wettbewerb und ständigem Profitstreben aufgebaut ist.  Für den Soziologen Hartmut Rosa gilt daher:

Zeitsparen als kollektives Ziel   

man wird dazu in der U-Bahn aufgefordert, “um die Wartezeit in den Stationen zu verkürzen”, auf Rolltreppen stehen wir Österreicherinnen rechts, damit die Eiligen links schneller emporsteigen können.

Zeit ist keine eigenständige Dimension. Zeit ist ein soziologisches Thema, weil sie sozial konstruiert ist.

Die kapitalistische Leistungsgesellschaft ist auf STEIGERUNG angelegt.

“Das einzige, was wir nicht steigern können, ist Zeit. Deshalb wird sie uns zu kurz.”

Immer mehr sind alle sozialen Sphären optional in unserer Wahrnehmung parallel präsent. Unsere Aufmerksamkeit richtet sich immer auf alle Sphären gleichzeitig. Das erhöht das Gefühl von Druck und Zeitknappheit und führt zu Entfremdung.

Entfremdung = dass uns die Welt nicht mehr berührt.

“Mich kotzt alles an, ich will die Leute nicht mehr sehen.”

…..  erklärt  HARTMUT ROSA im Interview

Zeitungsausschnitt mit einem Porträt des Soziologen Hartmut Rosa

  ->   ->    ALSO ENTSTEHT EINE

Sehnsucht nach  Resonanzbeziehungen,  eine Sehnsucht nach einem Verhältnis zur Welt 

im Sinne einer Antwortbeziehung, wo uns Dinge berühren.

Resonanzen aufzubauen ist zeitintensiv. Ich muss mich auf eine Sache EINLASSEN, damit sie eine verwandelnde Kraft erzeugt.

(Quelle: Standard-Artikel vom 6./7./8. Dezember 2014, S 14: “Demokratie lässt sich nur bedingt beschleunigen”)

Deshalb übe dich im

Zeit-Verschwenden!     … an Themen (oder Menschen), für die du “brennst”! 

Fröne dem Motto: Qualität statt Quantität! …. und mach dies zu deiner Maxime!