Robert Bezeau, Panama, und Ana Maria Gutierrez, Kolumbien, Projekt Organizmo , haben eines gemeinsam: Sie bauen Häuser aus Plastikflaschen.

Der Kanadier Robert Bezeau kam 2009 nach Panama, auf der Suche nach unberührter Natur. Er fand viel grünen Urwald, gleichzeitig aber auch das große Müllproblem durch nicht wiederverwertetes Plastik. Die Überzahl an einfach weggeworfenen Plastikflaschen inspirierte ihn zu seiner außergewöhnlichen Idee. Er wollte diese zum Bau von Häusern verwenden.

In Bocas del Toro, der Hauptstadt auf der Insel Colón, Panama, kaufte er sich ein Grundstück und begann 2015 an seiner Idee zu arbeiten, ein ganzes Dorf, ein “Plastikflaschen-Dorf”  zu bauen.

Darüber hinaus verwendet er sich seitdem für jede Art der Bewusstwerdung und Sensibilisierung für unseren, immer noch viel zu sorglosen Umgang mit diesem naturfeindlichen Material.

Ich lerne, dass PET-Flaschen “erster Güte” (Polyethylenterephthalat) nicht brennen, weil sie nur zu 18% aus Erdöl bestehen. Dadurch, dass Herr Bezeau diese luftgefüllt verwendet, nutzt er die Eigenschaft der schlechten Wärmeleitung der Luft, wodurch die Räume im Sommer bis zu 17°C kühler bzw. im Winter wärmer als die Aussentemperatur bleiben. Die Schutzschicht aus Zement lässt das Plastik völlig unbeeinflusst von der Sonneneinstrahlung.

Ana Maria Gutierrez füllt ihre Plastikflaschen mit Sand. Sie setzt mit ihrem Projekt Organizmo auf allumfassendere umweltbewusste Bauweise und will Architektinnen aus aller Welt etwas von ihrer Umweltsensibilität lehren.

Übrigens!:  es ist mit 2018 genau 40 Jahre her, dass die erste PET-Flasche zum Verkauf angeboten wurde!